1. Impingementsyndrom
(Engpaßsyndrom) am
Schultergelenk
Bei der primären Form handelt es sich um eine knöcherne echte
Einengung des Subacromialraumes (Raum unterhalb des Schulterdaches)
durch eine dort befindliche Spornbildung oder durch eine Arthrose im
Bereich des Schultereck-Gelenkes. Durch die Einengung dieses Raumes
kommt es zu einer Entzündung des darunter liegenden Schleimbeutels und
eine Entzündung der Rotatorenmanschette.
Die nichtoperative Therapie besteht aus einer schmerzlindernden und
entzündungshemmenden Therapie mit nichtsteroidalen Antiphlogistika (z.
B. Diclofenac oder Indometacin). Kombiniert werden kann diese Therapie
mit subacromialen Infiltrationen mit Steroiden und eine intensive
Physiotherapie und manuelle Therapie zur Verbesserung der
Beweglichkeit am Schultergelenk und zur Vermeidung von Verwachsungen
der Schultergelenkskapsel und zum Muskelaufbau zur besseren
Positionierung des Oberarmkopfes im Schulterpfannenbereich.
Sollte die o. g. Therapie keine ausreichende Beschwerdelinderung und
Bewegungsverbesserung am Schultergelenk erreichen, besteht die
Indikation zur arthroskopischen Beseitigung der knöchernen Enge
unterhalb des Schulterdaches. Hierbei werden über kleine
Stichinzisionen am Schultergelenk mit modernsten OP-Instrumentarien (Shaver,
Elektrokauter) die entzündeten Schleimbeutel entfernt und die
knöcherne Enge durch Abtragung entsprechender Sporn beseitigt.