Der akute Schulterschmerz – Ursachen, Diagnostik und Therapie
 
1. Engpaßsyndrom (Impingementsyndrom)
 
2. Sehnenabriss im Schultergelenk
 
3. Kalkschulter
 
4. Eingesteiftes Schultergelenk
 
5. Schultereckgelenksarthrose (AC-Gelenksarthrose)
 
6. Auskugeln  und Instabilität des Schultergelenkes
 
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1. Impingementsyndrom (Engpaßsyndrom) am Schultergelenk



Bei der primären Form handelt es sich um eine knöcherne echte Einengung des Subacromialraumes (Raum unterhalb des Schulterdaches) durch eine dort befindliche Spornbildung oder durch eine Arthrose im Bereich des Schultereck-Gelenkes. Durch die Einengung dieses Raumes kommt es zu einer Entzündung des darunter liegenden Schleimbeutels und eine Entzündung der Rotatorenmanschette.



Die nichtoperative Therapie besteht aus einer schmerzlindernden und entzündungshemmenden Therapie mit nichtsteroidalen Antiphlogistika (z. B. Diclofenac oder Indometacin). Kombiniert werden kann diese Therapie mit subacromialen Infiltrationen mit Steroiden und eine intensive Physiotherapie und manuelle Therapie zur Verbesserung der Beweglichkeit am Schultergelenk und zur Vermeidung von Verwachsungen der Schultergelenkskapsel und zum Muskelaufbau zur besseren Positionierung des Oberarmkopfes im Schulterpfannenbereich.

       

Sollte die o. g. Therapie keine ausreichende Beschwerdelinderung und Bewegungsverbesserung am Schultergelenk erreichen, besteht die Indikation zur arthroskopischen Beseitigung der knöchernen Enge unterhalb des Schulterdaches. Hierbei werden über kleine Stichinzisionen am Schultergelenk mit modernsten OP-Instrumentarien (Shaver, Elektrokauter) die entzündeten Schleimbeutel entfernt und die knöcherne Enge durch Abtragung entsprechender Sporn beseitigt.