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Die primäre Form der Frozen shoulder findet sich häufig bei Frauen
zwischen dem 45. und 55. Lebensjahr und nach der Menopause und findet
sich gehäuft bei Patienten mit Diabetes mellitus,
Schilddrüsenerkrankung, Morbus Sudeck und Fettstoffwechselerkrankung.
Die sekundäre Form kann sich nach Unfällen im Schultergelenksbereich
(Fraktur, Weichteilverletzung etc.) und nach operativen Behandlungen
am Schultergelenk entwickeln. Die Patienten klagen über
Schulterschmerzen mit Ausstrahlung in den Arm, Nachtschmerzen,
speziell beim Liegen auf der Seite. Zunächst findet sich eine
schmerzhafte Einschränkung der Beweglichkeit für die Innendrehung,
später Bewegungseinschränkung auch für die Abduktion und Außenrotation
im Schultergelenk. Häufig finden sich auch Muskelverschmächtigungen am
Schultergelenk.
In der akuten Phase der Erkrankung wird eine orale Medikation mit
einem Kortikoid in abfallender Dosierung durchgeführt. Flankierend
intensive Physiotherapie, ggf. Kombination mit einer
entzündungshemmenden Medikation, ggf. auch mit Morphinderivaten. Erst
nach Erreichen eines schmerzarmen Zustandes Ergänzung mit
Physiotherapie und manueller Therapie. Sollten diese
Behandlungsmaßnahmen nach einem sechsmonatigen Therapieversuch zu
keiner Schmerzlinderung und Bewegungsverbesserung am Schultergelenk
führen, besteht die Indikation zur arthroskopischen Einkerbung der
Schultergelenkskapsel zur Bewegungsver-besserung am Schultergelenk.
Nach der Operation ist eine intensive Physiotherapie für das
Schultergelenk erforderlich, um erneuten Verwachsungen im
Kapselbereich vorzubeugen. |