Der akute Schulterschmerz – Ursachen, Diagnostik und Therapie
 
1. Engpaßsyndrom (Impingementsyndrom)
 
2. Sehnenabriss im Schultergelenk
 
3. Kalkschulter
 
4. Eingesteiftes Schultergelenk
 
5. Schultereckgelenksarthrose (AC-Gelenksarthrose)
 
6. Auskugeln  und Instabilität des Schultergelenkes
 
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4. Eingesteiftes Schultergelenk (Frozen shoulder)

 

Die primäre Form der Frozen shoulder findet sich häufig bei Frauen zwischen dem 45. und 55. Lebensjahr und nach der Menopause und findet sich gehäuft bei Patienten mit Diabetes mellitus, Schilddrüsenerkrankung, Morbus Sudeck und Fettstoffwechselerkrankung. Die sekundäre Form kann sich nach Unfällen im Schultergelenksbereich (Fraktur, Weichteilverletzung etc.) und nach operativen Behandlungen am Schultergelenk entwickeln. Die Patienten klagen über Schulterschmerzen mit Ausstrahlung in den Arm, Nachtschmerzen, speziell beim Liegen auf der Seite. Zunächst findet sich eine schmerzhafte Einschränkung der Beweglichkeit für die Innendrehung, später Bewegungseinschränkung auch für die Abduktion und Außenrotation im Schultergelenk. Häufig finden sich auch Muskelverschmächtigungen am Schultergelenk.

In der akuten Phase der Erkrankung wird eine orale Medikation mit einem Kortikoid in abfallender Dosierung durchgeführt. Flankierend intensive Physiotherapie, ggf. Kombination mit einer entzündungshemmenden Medikation, ggf. auch mit Morphinderivaten. Erst nach Erreichen eines schmerzarmen Zustandes Ergänzung mit Physiotherapie und manueller Therapie. Sollten diese Behandlungsmaßnahmen nach einem sechsmonatigen Therapieversuch zu keiner Schmerzlinderung und Bewegungsverbesserung am Schultergelenk führen, besteht die Indikation zur arthroskopischen Einkerbung der Schultergelenkskapsel zur Bewegungsver-besserung am Schultergelenk. Nach der Operation ist eine intensive Physiotherapie für das Schultergelenk erforderlich, um erneuten Verwachsungen im Kapselbereich vorzubeugen.